Montag, 29. August 2011

Schuhe und Fußform Part II

Fußform vs. Schuhform. Ein sehr lustiges Thema auf das ich sicher immer wieder zurückkommen werde. Auf dem Foto sehen Sie (m)einen Fuß und einen Schuh eines Herstellers, den ich aus Sicherheitsgründen einfach ungenannt lasse. Vielleicht beruhigt es Sie, wenn ich Ihnen versichere, dass es sich hierbei nicht um meinen Schuh handelt. (Nur der Fuß gehört zu mir) Interessant bleibt jedoch die Frage, wie mein Fuß in diesen Schuh gelangen und dort verbleiben soll, ohne sich komplett zu verformen. Die Schuhgröße stimmt übrigens. Der eine oder andere versierte Leser wird die Schuhform mit der „Fußform“ im Beitrag Schuhe und Fußform zusammenbringen. Ist es nicht grausam, was manche Menschen sich bzw. ihren Füßen freiwillig antun? Und dafür (für den Schuh) auch noch Geld bezahlen?

Fuß vs.Schuh



Sonntag, 21. August 2011

Die Tarahumara beim Ballengang

Nachdem ich Christopher MCDougall mit seinem Buch "Born to Run" bereits im Artikel "Laufen oder Gehen" erwähnt habe, möchte ich Ihnen den folgenden Video-Beitrag nicht vorenthalten. In diesem Beitrag wir das mexikanische Volk der Tarahumara vorgestellt, das auch MCDougall in seinem Buch beschreibt. 

Donnerstag, 18. August 2011

Haile Gebrselassie im Vorfußlauf

Nachdem ich im letzten Beitrag den Fokus stark auf Alltagsbewegungen und die Bedeutung des Ballengangs beim "normalen Gehen" gelegt habe, habe ich hier noch einmal ein schönes "Laufvideo" für Sie gefunden.

Zu sehen ist der große Haile Gebrselassie im Vorfußlauf. Das es sich hierbei durchaus um einen Läufer mit Format handelt, der seine Fußspuren in der Weltspitze hinterlassen hat, läßt sich wunderbar in seinem Wikipedia-Artikel nachlesen.



Mittwoch, 17. August 2011

Laufen oder Gehen?


Die Themen „Barfußlaufen“ und „Barfußschuhe“ scheinen in der jüngsten Zeit in Deutschland an Fahrt zu gewinnen. In zahllosen Lauf-Foren und Blogs kann man Artikel von Menschen lesen, die ihren Laufstil vom Fersen- zum Ballengang umgestellt haben. Wobei es hier ja „Ballenlaufen“ heißen sollte. Da sich dieser Laufstil relativ automatisch einstellte, wenn wir barfuß laufen, ist auch der Barfuß-Trend im Laufsport im Moment wahnsinnig „hip“. Für diejenigen, die sich so viel Freiheit nicht zutrauen, hat eine stetig wachsende Anzahl von Schuherstellern sogenannte Barfußschuhe parat. Die Sache läuft also in eine gute Richtung.

Was ich persönlich sehr interessant finde, ist die Tatsache, dass das Thema Laufsport recht hoch aufgehängt wird, während der normale Ballengang im Alltag kaum Beachtung findet. Natürlich kann man es wie Prof. Daniel Lieberman halten, der mir in einer persönlichen Mail frei übersetzt schrieb: „Ballenlaufen JA, Ballengehen NEIN“, und davon ausgehen, dass dieses Bewegungsmuster eben nur ein Lauf- und kein Gangmuster ist. Für mich als Experten für Faszientherapie und Körperstruktur macht das jedoch keinen Sinn. Gehen und Laufen sind für mich im Wesentlichen die gleichen Bewegungsmuster, die sich lediglich durch die Verlagerung des Schwerpunks nach vorn und die damit einhergehende höhere Geschwindigkeit unterscheiden. Warum sollte hier also der Fuß auf zwei komplett unterschiedliche Arten benutzt werden? Das macht biomechanisch einfach keinen Sinn.

Mittwoch, 3. August 2011

"Fox Walking" Interview mit J.J. Murphy


Als neugieriger Mensch, der ich nun einmal bin, verleitet mich das World Wide Web immer wieder, meine Fühler in die verschiedensten Richtungen auszustrecken. Auf der Suche nach dem Thema „Ballengang“ und einer Art des ursprünglichen und funktionalen Gehens erschien irgendwann der Begriff „Fox walking“ auf meinem Bildschirm. Obwohl meine Interpretation des Ballengangs sich in der Umsetzung von dem, was ich beispielsweise auf Youtube als „Fox walking“ sehen konnte, unterscheidet, ist das Grundkonzept doch sehr ähnlich. Interessant ist vor allem der Kontext, in dem man „Fox walking“ findet. Während ich die Diskussion „Ballen vs. Ferse“ im Laufsport immer häufiger lese, findet sich der „Fox walk“ eher im Umfeld von Outdoor- und Survival-Spezialisten, die sich mit dieser Art des Gehens an die Fortbewegungsweise der amerikanischen Ureinwohner annähern wollen. Ein interessantes Thema also für ein weiteres Interview.

Da es keine ausgemachte „Fox walking“-Zentrale zu geben scheint und der Outdoor-Experte Tom Brown, der eine der Quellen des „Fox walkings“ ist, nicht für Interviews zur Verfügung steht, schnappte ich mir mit JJ Murphy einfach die nächste Quelle zu diesem Thema. JJ beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Bewegungsmuster und berichtet darüber in ihrem Blog.

Hier ist das kurze Interview mit JJ in englischer Sprache. Eine Übersetzung ist angehängt. Viel Spaß beim Lesen ;)



Would you please introduce yourself to my audience? Who are you? How do you make your living?

I'm JJ Murphy nature writer, curriculum creator, blogging hiker, nature photographer, mycologist, locavore, and tree-hugger. I'm a freelance nature writer and now newly certified CELTA instructor - qualified to teach English as a second language anywhere in the world.

- When and how did you come across the idea that human beings should walk and run using their fore-foot and that a heel-strike does not seem to be the best idea having no shoes for protection?

I actually never thought of it until I took my first wilderness survival class after I had been caught in a surprise snow storm. That event motivated me to learn survival techniques. Fox walking make sense when you wear moccasins instead of shoes with soles like truck tires.